Die Geschichte der Dancing Devils

Der Anfang eines Männerballetts

 

 

Zum Vereinsjubiläum im Jahr 2000 haben sich ein paar Männer zusammengetan, die
gerne etwas Besonderes zu diesem Anlass machen wollten. Mit dem Zillertaler Hochzeitsmarsch fing alles an. Im Dirndl und in Lederhosen entstand die erste Choreographie.

Da dies eine einmalige Sache sein sollte, schien alles auch schon vorbei, bevor es richtig losging. 

Spaß gemacht hat es ja, also fiel etwa ein Jahr später die Entscheidung, einen Neustart zu wagen. Nur diesmal sollte es in modernerem Stil aufgebaut werden. Und so ist aus der Formation mit den anfänglich tapsigen Schritten bis heute eine Showtanzgruppe mit vielfältigen Schrittkombinationen geworden.

2004: Ein Name für das Männerballett musste her. Treffen im Biergarten, nach ein paar Bier war sich die Gruppe einig, der Name des Männerballetts des BCV lautet ab sofort:

"DANCING DEVILS"

Aus den zu Beginn zehn Gründungsmitgliedern sind es inzwischen neun (Jürgen Kögler, Patrick Zimmerer, Joachim Astheimer, Markus Schüler, Fabian Lang, Marcel Plaul, Jürgen Vogler, Alexander Brendel, Max Hollemann) geworden. Der Großteil war von Anfang an mit von der Partie und es kommen immer wieder neue tanzwütige Interessenten dazu.

Für das Vorwärtskommen der Dancing Devils sorgte die ersten 11 Jahre die Trainerin Sonja Moser. Im Jahr 2013 verabschiedete sich Sonja und übergab die Truppe in die Hände von Isabel Astheimer und Yvonne Treuer, die sich bemühten den hohen Anforderungen der Gruppe gerecht zu werden. 2014-2016 werden die Devils von Andrea Lange und Yvonne Treuer trainiert, aktuell werden sie von Andrea Lange und Jasmin Frädert trainiert und betreut.

Männerballett. Gestandene Kerle in Frauenkleidern, die sich in Ballerinas mehr oder weniger grazil über die Bühne bewegen und vornehmlich während der fünften Jahreszeit zur Belustigung des Publikums beitragen? Röcke, Strumpfhosen, Schleifchen im Haar. Es scheint alles erlaubt, was den Mann zum Weibe macht. Doch die Dancing Devils sollen weniger durch Kleidung als mehr mit  Leistung und Können überzeugen. Schließlich bezeichnen sich die Dancing Devils selbst lieber als Showtanzgruppe denn als Männerballett.

Und wegen dieses Selbstverständnisses beschränken sich die Auftritte der Formation auch keineswegs auf die Faschingszeit.Zwischen November und März stehen neben Sitzungen oder Tanzturnieren regelmäßig auch private Veranstaltungen auf dem Programm.

Auftritte das ganze Jahr hindurch sind fast schon selbstverständlich geworden.
Erstmalig in Mainz, zum Tanz auf der Lu waren wir in 2009. 
Was uns mit großem Stolz erfüllte. 

Auch gibt es mittlerweile einen Fan-Club, der uns zumindest zu den öffentlichen Auftritten meistens begleitet. Und diese Anhänger wurden das Ein- oder Andere mal auch belohnt, in dem sie miterleben konnten, wie auf Turnieren gute Plätze ertanzt wurden. 

Und damit alle zufrieden sind, wird jedes Jahr die Musik gemeinsam ausgesucht.
Ein großes Sammelsurium, um dann daraus hoffentlich den Geschmack aller zu treffen. Ist die Musikauswahl gefallen, wird auch sofort über die dazu passende Kleidung gesprochen.

Während die Trainerinnen sich unter anderem auf die neue Choreographie vorbereiten, machen sich die Devils auf die Suche, wo denn nun das passende Outfit gefunden werden kann. Ist alles zusammengetragen, geht es los mit Nähen und Kleben. Da die Devils sich selbst finanzieren, wird auch möglichst alles selbst gemacht.

Da sprudeln die Ideen, so entstehen Lichter, Glitzer und was man eben sonst noch so braucht.

Wir sind mit Feuereifer und viel Fleiß dabei, Tanzen soll Spaß machen und natürlich auch unserem Publikum gefallen.

Das Miteinander wird großgeschrieben bei den Teufeln. Das gilt nicht nur auf der Bühne. Denn seit einigen Jahren richtet der Carneval-Verein an Weiberfastnacht sein eigenes Männerballett-Tanzturnier aus, das immer wieder als einer der Höhepunkte der Kampagne erlebt wird.

Jährliches Glanzlicht war und ist allerdings die viertägige Abschlussreise der Dancing Devils zusammen mit einigen Mitgliedern des BCV-Damenballetts nach Mallorca im September. Denn erstens haben wir uns diese kurze Auszeit dann verdient, und zweitens fühlen sich die Teufel dort höllisch wohl.